Wintersemester 2025/26

INFRASTRUKTUREN DER FOTOGRAFISCHEN PRAXIS UND IHRE AUDITIVE KARTIERUNG

Zu Beginn des Wintersemesters 2025/26 hat der Klangkünstler Till Bovermann mit einem Workshopangebot zu Infrastrukturen der post-fotografischen Praxis Studierende des Fachbereichs Gestaltung eingeladen, die gewohnten Pfade des Visuellen zu verlassen und sich auf auditives Gebiet zu begeben. Mittels Klangwanderungen und Hörübungen haben die Studierenden Infrastrukturen zunächst explorativ erkundet und den Begriff der Infrastruktur anschließend  theoretisch eingeordnet. Am zweiten Workshoptag lag ein besonderes Augenmerk auf den sichtbaren und unsichtbaren, beabsichtigten und unbeabsichtigten Effekten der Strukturen von postfotografischer Bildproduktion. Mit verschiedenen Aufnahmegeräten wurden in Kleingruppen Klänge im Rechenzentrum der HSBI gesammelt, in der auch das AI-Cluster seinen Platz hat. Aus den Feldaufnahmen des Serverraums sind Klangkompositionen entstanden, die die Sinne für die oft übersehenen Begleiterscheinungen und Auswirkungen der Datenaufzeichnung und -verarbeitung schärfen. Einige Ergebnisse aus dem Workshop sind hier zu hören:

Bild: © Janik Peltzer, 2025

THROUGH THE IMAGES OF PAST

Der Künstler Thomas Albdorf hat bereits frühzeitig mit dem spekulativen Potenzial des digitalen Bildes gespielt und dessen Narrative sowohl in seinen künstlerischen Arbeiten als auch für seine Auftragsarbeiten genutzt. In dem dreitägigen Blockseminar hat er seine Arbeitsweise und die technischen Hintergründe mit den Studierenden geteilt und medientheoretisch diskutiert. Nach gemeinsamen Experimenten im Fotostudio sind schließlich Konzepte ausgearbeitet worden, in denen vor allem die postfotografischen Prozesse in ein narratives Spiel von Realität und Fiktion überführt wurden. Auf Basis dieses Spielgrundes sind zahlreiche Arbeiten entstanden, von denen hier Beispiele gezeigt werden:

Bild: © Thomas Albdorf